Investitionen der Gasteiner Bergbahnen
Freitag, 16. Juli 2010Ganzjähriges Bergerlebnis
Allein in den letzten drei Jahren erreichte das Investitionsvolumen der Gasteiner Bergbahnen AG die unglaubliche Summe von 47 Millionen Euro. Dies ist auch der Grund, warum für heuer eine „Verschnaufpause“ eingeplant wurde, wobei trotzdem ein Investitionsprogramm in Höhe von rund 4 Millionen Euro umgesetzt wird.
Wandern auf hohem Niveau – gigantische Hängebrücke am Stubnerkogel
Die 140 Meter lange Hängebrücke auf dem Stubnerkogel in Bad Gastein bricht gleich zwei europäische Rekorde: Sie ist die erste Hängebrücke in 2.300 m Höhe und noch dazu ganzjährig begehbar.
Wer das Restaurant in der Bergstation der neuen Stubnerkogelbahn besucht, und dann nur wenige Meter weiter die neue Hängebrücke betritt, spürt echten Nervenkitzel: Die 140 Meter lange und gerade mal einen Meter breite schwingende Seilkonstruktion führt direkt von der Terrasse des Bergrestaurants bis zur Senderanlage. Schwindelfreiheit und starke Nerven sind beim Überqueren gefragt, schließlich ist die Hängebrücke auch noch blickdurchlässig. Nur ein Geländer aus Maschendraht trennt Abenteuer suchende Gipfelstürmer vom 28 Meter tiefen Abgrund.
Eine Fahrt mit der neuen Stubnerkogelbahn auf den Gipfel lohnt sich also, denn auf der anderen Seite der Brücke angekommen, können sich Wanderer und Spaziergänger auf einem wunderschönen Rundwanderweg am Grat des Stubnerkogels mit prachtvollen Ausblicken auf die Hohen Tauern wieder entspannen.
Klettersteig Mauskarspitze
Seit Anfang Juli steht auf der Schlossalm der neu errichtete Klettersteig auf die Mauskarspitze (2.373 m) zur Verfügung. Er überwindet auf einer Länge von rund 300 Meter einen Höhenunterschied von 140 Meter und begeistert mit einer fast 40 Meter langen Seilbrücke. Kletterzeit: 1 ½ Stunden.
Rundwanderwege
Die neu angelegten Rundwanderwege auf der Schlossalm haben eines gemeinsam: Alle haben ihren Ausgangs- und Zielpunkt an der Bergstation der Luftseilbahn (2.050 m Seehöhe). Sie sind zwischen 1,2 und 4,5 Kilometer lang und mit den zu bewältigenden Höhenunterschieden von 26 bis 144 Meter leicht zu gehen.
Beschneiungsanlagen
Für den weiteren Ausbau der Schneeanlagen ist in Summe ein Betrag von rund 1,7 Millionen Euro vorgesehen:
Beschneiungsanlage Stubnerkogel
Noch im Spätherbst des Vorjahres wurde mit der Pistenverbreiterung unterhalb der Bellevuealm begonnen. Seit Ende Mai werden die Baumaßnahmen fortgesetzt und sowohl der Pistenbau als auch die Feldleitung für die Beschneiungsanlage von der Pumpstation Bucheben bis zur Bellevuealm werden im Sommer 2010 fertiggestellt. Die Verbreiterung des Skiweges gestaltet sich wegen des schwierigen Geländes als sehr aufwendig und ist nur möglich durch die Errichtung eines talseitigen Dammes (mit Geotextil-bewehrter Erde) und eines bergseitigen Einschnittes, welcher zum Teil mit einem Steinsatz dauerhaft gestützt wird.
Entlastungsleitung
Von der Mittelstation bis zur Gasteiner Ache muss im Zuge des bewilligten Pistenverbreiterungs- und Beschneiungsprojektes auch eine Druckrohrleitung bis in die Gasteiner Ache errichtet werden. Mitte Juli wurde mit der Umsetzung begonnen.
Pistengeräte
Rund 25 Pistengeräte sind im Einsatz um täglich optimal präparierte Pisten anbieten zu können. Für die Neuanschaffung von 4 Pistengeräten und eines Skidoos ist in diesem Jahr 1 Million Euro vorgesehen
Gasti Schneepark - Kinderbereich
Im Skizentrum Angertal wurde die Verbauung des Lafenbaches abgeschlossen und die erforderliche Wegverlegung entlang des Bachufers durchgeführt. Die Gestaltung des Übungsbereiches in der Judauwiese wurde abgeschlossen.
Durch die Verlängerung eines bestehenden Förderbandes um 18 Meter und die Neuanschaffung eines 90 Meter Bandes konnte die Anordnung der Förderbänder (Zauberteppiche) optimiert werden und ein zweiter Zugang zur Wolfstallwiese geschaffen werden.
Infrastruktur
Hochlagenaufforstung
Als Ersatz für die Rodungen im Bereich der Senderbahn und neu geschaffener Pistenflächen führt die Gasteiner Bergbahnen AG eine Hochlagenaufforstung (1.700 bis 1.900 m Seehöhe) im Bereich der Schlossalm (Lahngang) durch und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung von knapp 50.000 m² eines Schutzwaldstandortes.
Erst im Schutz der „Stahlschneebrücken“, die im Jahre 2003 von der Wildbach- und Lawinenverbauung errichtet wurden, ist diese Wiederaufforstung möglich und sinnvoll. Die Aufforstung erfolgt in einer Fichten-Lärchen-Mischung. Im Bereich der Stahlschneebrücken werden in geschützten Bereichen Zirben eingebracht. In Summe werden cirka 10.000 Forstpflanzen gesetzt, wobei im Vorjahr bereits über 1.500 Fichten, 1.000 Lärchen und 120 Zirben von den Mitarbeitern der Gasteiner Bergbahnen AG gepflanzt wurden. Im Sommer 2010 werden neben der Pflege des Jungbestandes weitere 3.000 Forstpflanzen gesetzt werden.
Lawinenverbauung Gasteiner Alpenstraße nach Sportgastein
Aufgrund einer von Experten angestellten Risikoanalyse kam man zu dem Schluss, dass mit dem Bau von rund 210 Laufmeter Galerien und diverser anderer Schutzbauten die Lawinengefahr auf der Gasteiner Alpenstraße minimiert werden kann. Mitte September des Vorjahres wurde mit der Umsetzung begonnen und die erste Bauetappe im Wesentlichen am 15. Dezember abgeschlossen. Eine sinnvolle Investition wie sich zeigte, gab es doch im gesamten Winter in Sportgastein keinen einzigen Sperrtag aufgrund einer Lawinengefahr auf der Zufahrtsstraße.
In Summe verschlingen die Baumaßnahmen einen Betrag von rund 2,1 Millionen Euro, wovon die Gasteiner Bergbahnen AG einen Anteil von 25 Prozent übernehmen.
Im Sommer 2010 werden zwei Galerien um rund 60 Meter verlängert und Anrissverbauungen in Steilrinnen realisiert. In Zusammenarbeit mit der Lawinenkommission wurde auch ein mobiles Lawinensprengsystem (Lawin Locker) ausgewählt und angeschafft, damit es an mehreren Stellen eingesetzt werden kann.
Darüberhinaus wird auch in die Tunnelsicherheit investiert und eine Fluchtwegs und Notbeleuchtung installiert. Bis zum Spätherbst sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.
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